Archiv für die Kategorie ‘User Stories’

Das alte Waffenrad

Mittwoch, 09. Juni 2010

Herbert hatte ein altes Waffenrad. Es stand seit Jahrzehnten im Keller, völlig verrostet und unbrauchbar. Für jene, denen dieser Begriff nicht geläufig ist, ein Waffenrad ist ein altmodisches, schweres, meist schwarzes Fahrrad, das jenen von der damaligen Oesterreichischen Waffenfabriks-Gesellschaft ähnlich ist – ein österreichisches Spezifikum.

Ein schön restauriertes Waffenrad

Ungenutztes Potenzial

Über crealiity erfuhr Heinz von diesem “Garagenfund” und bot sich an, es zu restaurieren. Das wollte Herbert schon lange machen, aber es kostet so etwa 200 Euro, und darum hatte er davon Abstand genommen. Es ist nämlich eine spezielle und recht aufwendige Behandlung mit Sandstrahlen nötig, damit die Reinigung gelingt und das Objekt nicht beschädigt wird. Heinz hatte das nötige Gerät und war außerdem ein Hobbyrestaurateur und Waffenrad-Fan. Er machte es gerne auch für 50 Euro.

Als Herbert das Rad in seiner alten Pracht seiner Frau zum Geschenk machte, wusste diese gar nicht, wo es hergekommen war. Ein über Jahrzehnte ungenutztes Potenzial.

Akademiker-Urlaub in Ägypten

Montag, 17. Mai 2010

Helga dachte, sie könnte doch einmal in Ägypten Urlaub machen. Ach nein, dachte sie dann, immer diese langweiligen Strandurblaube, und in den Städten war es ihr schon außerhalb der Ferien stressig genug. Bei ihrer beiläufigen Suche bei crealiity stieß Sie auf etwas, das Sie wirklich nicht erwartet hätte: unter der Kategorie “Ziele” fand sie “Dimenomischer Intromisationsweg der ägyptischen Herrschen“. Wer hat so ein Ziel?

Ägypten / Sphinx

Da das Potenzial ja anonym ist wird nicht verraten, wer es war, aber Helga fand über diesen Kontakt einen außergewöhnlichen Ägyptologen, mit dem sie letztlich eine Reisegruppe organisierte. (Natürlich waren auch andere Potenziale hier mit am Werk…)

Die Reise steht noch bevor, aber es wird wohl eine der interessantesten Ägyptenbesuche, denn der Experte wollte schon immer einmal Interessierten seine Einsichten und Forschungsergebnisse vor Ort zeigen. Er konnte sich die Reise nicht leisten, doch die Gruppe finanziert ihn, damit er die Führungen macht. Typisch crealiity.

Übrigens – die Suche nach Zielen funktioniert nur für registrierte Mitglieder oder P-Day Besucher.

iPhone Programmierung

Sonntag, 02. Mai 2010

Kürzlich ist mir eine schöne Geschichte untergekommen, die zeigt, wie man Dinge auch anders machen kann. Gitti wollte ihre Webseite, bei der es um Spenden und karitative Zusammenarbeit geht, für mobile Endgeräte tauglich machen. Sie hatte nämlich wiederholt die Erfahrung gemacht, dass ein Computer halt of nicht zur Hand ist, die Menschen die Information aber immer und überall haben wollen. Auf einem herkömmlichen Handy konnte man mit der Webseite kaum etwas anfangen, und sogar auf dem iPhone war sie weitgehend unbrauchbar.

Bei einem bekannten sozialen Netzwerk, bei dem vor allem um berufliche Qualifikationen im Vordergrund stehen, suchte Gitti nach “iPhone”, und bekam tatsächlich 200 Treffer mit Leuten, die iPhones programmieren, iPhones reparieren, iPhones verkaufen, etc. Nachdem sie einige von diesen Anbietern kontaktiert hatte, stellte sich heraus, das für eine Webseitenprogrammierung unter ein paar tausend Euro nichts zu machen war – wie viele Kinder in Afrika kann man für ein paar Tausend Euro  ein Jahr lang ernähren?

iPhone Programmierung bei crealiity

Als hat sie einfach mal “Wer kennt sich mit dem iPhone aus?” im crealiity Suchfeld eingegeben. Wie erwartet fand sie auch hier sehr relevante Treffer. Sie erklärte gleich bei der Kontaktanfrage, worum des ging. Der iPhone-Experte hätte natürlich die Anfrage einfach ignorieren können (man kann ja jedes Potenzial auf anonym stellen), aber die Aufgabe inspirierte ihn. Deshalb stellte er sich für dieses Projekt unentgeltlich zur Verfügung. (Außerdem war das gar nicht so viel Aufwand, und Geld zum Spenden hätte er auch nicht viel gehabt.)

So hat Gitti das Problem ohne einen Cent auszugeben gelöst – und das beste daran: der iPhone Entwickler hat über Gittis Webseite inzwischen 2 neue Kunden gefunden (oder besser gesagt, die Kunden ihn).

Vielleicht wäre die crealiity ja ideal für IT-Freelancer?

Beach-Volleyball im Prater

Donnerstag, 29. April 2010

Volley-BallDer Sommer ist da! Erik hatte echt Lust Volleyball zu spielen. Aber mit wem? Die üblichen Partner waren gerade im Ausland, und sein Bruder hatte einen Bandscheibenvorfall…

Er hat einfach in crealiity “Volleyball” eingegeben, jemanden mit dieser Fähigkeit gefunden und ihn kontaktiert… Am nächsten Tag gab’ schon ein Beach-Volleyball-Match im Prater. Das beste daran: der Mitspieler war froh, dass ihn jemand angesprochen hat, denn er wollte sowieso raus und ein bisschen Sport machen, und brauchte nur den richtigen Anstoß.

In uns allen schlummern Potentiale. Manchmal braucht es nur einen kleinen Schubs – durch andere Menschen und ihre Potentiale – und schon entsteht oft unerwartet etwas Neues!

Reif für den nächsten Urlaub?

Sonntag, 11. April 2010

H. wollte mal so richtig ausspannen, und zwar in einem schönen Urlaubsort, ohne gleich eine Weltreise machen zu müssen. Auf crealiity fand er ein Mitglied, das ein Hotel am Semmering besitzt. (Unter Ressourcen, sind in den Nutzer-Profilen alle Dinge zusammengefasst, über die man physisch verfügen kann, anonym natürlich.) Nach kurzer Absprache ergab sich ein Arrangement, das ganz besonders günstig ausfiel, wie er mir erzählte. H. hebt nun seit Tagen das Telefon nicht mehr ab… Zufällig kenne ich das Hotel, um das es geht. Traumlage, super-Service, und sogar fast gänzlich energieneutral…

So löst man ein mathematisches Problem (und spart Geld)

Mittwoch, 07. April 2010

Renate H. hatte ein Problem mit ihrem 14-jährigen Sohn. Seine Mathematiknoten wollten sich einfach nicht verbessern, egal wie sehr er sich anstrengte und Freien und Wochenenden büffelnd verbrachte… Also investierte sie in eine kompetente Nachhilfe – eine auf Nachhilfe-Schüler spezialisierte Mathematik-AHS-Lehrerin. Aber wie man weiß war das natürlich nicht billig und kostete so um die 25€ pro Unterrichtsstunde. Die Noten wurden besser, die Gefahr der negativen Zeugnisnote war vorerst abgewendet, aber die Notwendigkeit der Nachhilfe blieb.

Über crealiity wurde dann Professor P. gefunden (ein mit “Mathematik” verknüpfter Eintrag bei den Fähigkeiten) – ein verwitweter Professor für Physik im Ruhestand, der sich nun hauptsächlich und leidenschaftlich um seine Enkelkinder kümmerte (- wenn seine Kinder es ihm erlaubten!). Er wohnte nur eine Straße weiter und Renate stellte ihm (anonym) eine allgemeine Frage über Mathematiklernen. Prof. P. bot spontan an sich für ein Gespräch zu treffen, und nachdem die Familie so sympathisch war, erklärte er sich kurzerhand bereit den Sohnemann unentgeltlich zu unterrichten. Die nette Gesellschaft und der gute Apfelkuchen, den Renate manchmal machte, waren ihm Lohn genug.

Mathematik-Professor

Auch schwere Probleme lassen sich mit crealiity lösen.

Jetzt gehört der Professor fast schon zur Familie, und Mathematik ist auch kein Problem mehr. Ohne crealiity hätten sich diese Menschen nie getroffen, ihre Potenziale wären ungenutzt geblieben. Renate hat sich dadurch ca. 200 Euro pro Monat gespart.

Das geniale Mousse au Chocolat

Montag, 05. April 2010

Sogar für Rezepte ist crealiity gut: bei der beiläufigen Suche nach “Nachspeise” fand ich doch tatsächlich bei jemandem das selbstbewusst formulierte Potenzial, Mousse au Chocolat zuzubereiten. Leider war der Eintrag anonym geschaltet – aber die geniale Köchin antwortete sofort auf meine anonyme Anfrage. Ich habe das Rezept nunmehr ausprobiert – wirklich super!

So sieht ein gutes Schokoladenmousse aus.

Geniale Nachspeise

Eigentlich ist das ein schönes Beispiel dafür, wie eine private Fähigkeit, die sonst einfach nur durch Zufall entdeckt werden kann, nutzbar gemacht wurde. Die Mousse-Spezialistin hatte wohl kein Interesse daran, dass sie mit so einer Tätigkeit öffentlich identifiziert wird, vielleicht weil es nicht zu dem Image passt, das sie von sich im Netz haben will. Durch die Anonymität ist aber auch dieses Potenzial verfügbar. Genial wie das Mousse selbst!

Das Konzert des Lebens

Montag, 22. März 2010

Wiener MusikvereinB. hatte sich so sehr gewünscht, ein Konzert mit Lorin Maazel zu hören – und im Februar gab es tatsächlich ein solches, mit den Wiener Philharmonikern und einem wunderbaren Programm mit Beethoven und Debussy (Pastorale, La Mer, Daphnis und Chloe). Aber leider gab es keine Karten mehr, und die Leute am Eingang vor der Vorstellung verlangen ja normalerweise genau so horrende Preise, wie man auch bei eBay zumeist bezahlen muss.

Bei crealiity fand B. einen Eintrag über Musikverein Abos und kontaktierte kurzerhand den Inhaber dieses Potenzials. Es stellte sich heraus, dass der Abo-Inhaber, H., tatsächlich zwei Karten für das Konzert hatte, jedoch dringend ins Ausland musste und deshalb nicht gehen konnte. Auch hatte H. nicht vor, die Karten zu verkaufen, und so schenkte er sie B. kurzerhand. Es wurde ein wunderschönes Erlebnis für B.

Wie uns letzte Woche bekannt wurde gehen H. und B. jetzt regelmäßig gemeinsam ins Konzert…