Archiv für die Kategorie ‘Technology’

Liisa oder Watson?

Sonntag, 20. Juni 2010

Der neue technologische Entwicklungssprung, der uns bevorsteht, ist die Erkennung menschlicher Sprache, auch genannt NLP (Natural Language Processing – hat nichts mit Neurolinguistischer Programmierung zu tun).  L.ii.s.a.®, die bald schon das virtuelle Licht der Welt erblicken wird, soll hier kräftig mitmischen.

Wie die New York Times in einem kürzlich erschienenen Artikel schreibt, ist der neue “Fragebeantwortecomputer” von IBM – er hört auf den Namen “Watson” – in der Lage, Trivia-Quizzes mit Bravour zu bestehen. Neben der offensichtlichen Notwendigkeit, massenhaft Fakten zu speichern und abrufbar zu machen, kommt auch noch eine wichtige semantische Komponente hinzu: nämlich die Fähigkeit, die Frage richtig zu interpretieren (NLP eben).

Genau das wird L.ii.s.a.® auch können, wenngleich die Antworten nicht wie in einem Wettkampf immer notwendigerweise richtig oder falsch sein müssen, sondern eben einfach relevant für den Fragesteller. Das ist auch die neue Bedeutung von “Social Semantic Web” – nicht in Kollaboration erstellte semantische Wörterbücher, sondern errechnete Antworten auch Fragen im sozialen Kontext.

Freuen wir uns auf Liisa!

Gibt es negatives Potenzial?

Dienstag, 11. Mai 2010

Viele Leute denken, dass menschliches Potenzial vornehmlich mit positiven Dingen tun hat. Potenzial, also die Möglichkeit, etwas zu tun, ist demnach eine Funktion von Ereignissen, die in der Vergangenheit passiert sind und dem Zufall, der noch passieren muss.  Wenn ich also beispielsweise gewisse positive Erfahrungen gemacht oder mir nützliche Fähigkeiten angeeignet habe, so beeinflusst dies das Potenzial in günstiger Weise.

Wie bekannt ist, definiert crealiity das Potenzial ja ziemlich umfassend, nämlich aus Elementen der Vergangenheit (erlernte Fähigkeiten, Erfahrungen), Gegenwart (Ressourcen, Kontakte) und Zukunft (Wünsche, Ziele und Visionen).

Wie aber steht es mit den negativen Erfahrungen? Wenn die Gesamtheit unserer Erfahrungen die Zukunft beeinflusst, so auch die schlimmen Dinge. Doch wie sollen wir diese interpretieren? Sind schlechte Erfahrungen, bzw. traumatische oder extreme Erlebnisse grundsätzlich schädlich für die weitere Entwicklung, oder kann man sie auch positiv sehen? Für uns liegt auf der Hand, dass die positive Seite immer überwiegt. Das menschliche Gehirn ist von Natur aus darauf ausgerichtet, das Positive zu behalten und das Negative zu verdrängen oder zu sublimieren. Mit dem crealiity Ansatz werden “negative” Erfahrungen zu positivem Potenzial.

Wie das funktioniert? Der Kontext ist entscheidend. Da es bei crealiity prinzipiell um die Erfüllung von Wünschen, Zielen, Träumen und Visionen geht, fällt es leicht jede Erfahrung im Lichte des Möglichen zu sehen. Die semantischen Funktionen des crealiity-Systems (LiiSA®) leistet hier noch einen zusätzlichen entscheidenden Beitrag: sie errechnet wahrscheinliche Realitäten um alles Erlebte, Erworbene, Erhoffte zum Potenzial für die Zukunft zu erheben.

Einfach ausprobieren!

Der Convenience-Privacy-Tradeoff

Donnerstag, 06. Mai 2010

Beim Nutzen von sozialen Netzwerken stellt sich immer die Frage, wie viel Informationen über die eigene Person man preisgeben soll.

Laut einem Artikel in der Zeit soll das vielen Nutzern von Facebook, StudiVZ, Xing und LinkedIn etc. längst bewusst sein, und sie stellen dem entsprechend nur ausgewählte Infos über sich ins Netz. Aber selbst in diesem idealisierten Fall, der meiner Meinung nach auf nicht sehr viele Nutzer von sozialen Netzwerken zutrifft, wird der eigentliche Zweck der Umsichtigkeit mit den eigenen Daten, nämlich der Datenschutz, oft nicht erreicht.

Gleichzeitig sinkt aber die Nützlichkeit des Netzwerk, wenn über den Nutzer nur geschönte, unvollständige, erfundene, triviale oder irrelevante Information vorhanden ist. Der wichtigste Grund ist laut etlicher Studien die Selbstdarstellung – doch für immer mehr Nutzer sind auch andere Vorteile immer wichtiger: Netzwerkpflege, Kontakt-Neuanbahnung, geschäftliche Informationen, Job- und Partnersuche, e-Commerce, etc. Auch die Selbstdarsteller der Generation Y (die mit dem Internet aufgewachsen ist) werden irgendwann mal älter und erwarten von den Netzwerken einen tatsächlichen Mehrwert.

Tradeoff between convenience and privacy

Je mehr persönliche Daten ins Netzwerk fließen, desto nützlicher ist es - aber der Datenschutz leidet.

Bei crealiity ist das kein Problem. Die Daten sind prinzipiell anonym. Wir nehmen es mit dem Datenschutz ganz besonders ernst. Selbst wir können Profildaten, wenn der Nutzer das nicht will, nicht mit den Identitätsdaten verknüpfen. Wenn der Nutzer sein Profil löscht ist es tatsächlich unwiederbringlich weg. (Das kann man ja mal bei Facebook versuchen. Viel Glück dabei!)

Außerdem setzt crealiity natürlich auch hinsichtlich der Datenqualität neue Standards. Doch darüber beizeiten mehr…

Reduktionismus

Montag, 26. April 2010

Ein simples User-Interface für eine komplizierte Aufgabe – wie ist das möglich?

Ein typisches Beispiel ist das überall zu findende Suchfeld. Egal ob auf einem Portal, einer Suchmaschine, e-Commerce-Seite, Auktionsplattform, oder sozialem Netzwerk, die Suche ist etwas, das jeder versteht.

Was könnte komplizierter sein, als in den Tiefen der menschlichen Psyche inmitten von ungenutzen Talenten, kaum bewussten Träumen, vielschichtigen Kontakten, dunkler Erfahrungen und waghalsiger Visionen kontextbezogen zu suchen? crealiity versucht jedenfalls auch diesen Suchvorgang sukzessive zu vereinfachen, und zwar mit folgenden Mitteln:

  1. Die Suchergebnisse sind bereits selber sehr aussagekräftig. Schließlich handelt es sich um menschliche Potenziale. Zu jedem Ergebnis gibt es auch gleich einige Dinge die man direkt im nächsten Schritt tun kann (kommt schon bald in der ersten Public-Beta-Version). Im Gegensatz dazu muss man sich bei Google etwa erst zur (vielversprechensten) Seite weiterklicken und sehen, was dann passiert.
  2. Das Suchfeld spricht zurück. Wenn Liisa, unser K.I.-Motor (künstliche Intelligenz) später in diesem Jahr online geht, dann kann man mit dem Suchfeld sozusagen eine Konversation führen. Das reduziert die Interaktion noch einmal, da es zunächst vielleicht nicht einmal eine Liste mit Suchergebnissen zu durchforsten gilt.
  3. Weitere komplexe Funktionen mit demselben Interface. Diese beiden Elemente (Suchfeld und Dialog) sollten ausreichen, um auch wesentlich komplexere Aufgaben abzudecken: Suchtexte, die zu Annoncen werden; Recherche in den Suchtexten selber; Clustern von Potenzialen; unscharfes Profil-Matching; Ausrechnen von wahrscheinlichen Wirklichkeiten aufgrund der vorhandenen Potenziale; Projektdefinition und Ressourcenaggregation; usw. usw.

Welches Interface wünscht Ihr Euch?

Ist der Mensch gut?

Montag, 19. April 2010

Kürzlich hat jemand im Gespräch mit mir die Funktionsweise von crealiity grundlegend in Zweifel gezogen. Er hat einfach bestritten, dass irgendwelche Menschen dazu bereit sind, irgendwelchen anderen einfach so zu helfen.

Wir von crealiity sind aber davon überzeugt, dass die Menschen einander gerne helfen. Es gibt in unserer Geistesgeschichte viele Anzeichen und Argumente dafür!

Schon die alten Chinesen glaubten an das Gute im Menschen. Der konfuzianische Kinder-Klassiker 三字经 (“Sanzi Jing”, oder Drei-Zeichen-Klassiker) aus dem 13. Jahrhundert (er heißt so, weil jede Zeile genau drei Zeichen hat) beginnt mit den denkwürdigen Versen:  人之出/性本善/性相近/习相远 (“Bei der Geburt sind die Menschen von Natur aus gut. Ihre Natur ist ähnlich, aber die Gewohnheit macht sie unterschiedlich.”) Auch der chinesische Kommunismus fußt trotz aller Pragmatik auf der Überzeugung über das Gute im Menschen.

Es ist unsere von Hobbes und Locke dominierte pessimistische Einschätzung des menschlichen Charakters, die die auf die Vertragstheorie begründete westliche Gesellschaft geprägt hat. Aber auch im Okzident gibt es zahlreiche Denker, die für die positive Grundausrichtung des Menschen argumentieren.  Als Beispiel sei hier einfach I. Kant angeführt, der den Menschen als vernünftiges und moralisches Wesen betrachtete.

Kant glaubte an den vernünftigen und moralischen Menschen.

Jüngst hörte ich einen Vortrag von Jeremy Rifkin, in dem er die These vertrat, der Mensch sei von Natur aus “empathisch”, also sensibilisiert für die Kondition anderer. Übrigens bemerkte Rifkin auch, dass mit dem Internet ein weltweites “neuronales Netz” entstanden ist, das zum Träger eines globalen Bewusstseins wird — so ähnlich wie das von Liisa!

Für alle, die es noch nicht wissen: Liisa ist die zukünftige Gesprächspartnerin für die künstliche Intelligenz von des neuronalen Netzes von crealiity, und wird bald auf crealiity.com verfügbar sein. Sie wird die Menschen dabei unterstützen sich gegenseitig mittels Aktivierung ihrer Potenziale noch besser zu helfen.

Absichtslose Kommunikation

Mittwoch, 14. April 2010

Man hört oft die Meinung, dass die Tweets von Twitter und die Status-Meldungen von Facebook zu trivial sind, eigentlich eine Zeitverschwendung für die Schreiber wie auch für die Leser. Natürlich gibt es zahlreiche Gegenbeispiele, wo die Kommunikation, die über Facebook stattfindet, auch einen Nutzen oder zumindest einen Unterhaltungswert hat.

Bei näherem Hinsehen wird jedoch klar: der Großteil der öffentlichen Nachrichten auf Facebook und den meisten anderen Online-Netzwerken ist “absichtslose Kommunikation“, also streng genommen eine Art impulsiver Kommunikationswolke, die weder zielgerichtet ist, noch einen ultimativen Zweck verfolgt. Das ist wohl auch der Grund für die häufig anzutreffende Meinung, dass der Medienkonsum von Halbwüchsigen von den Älteren als Problem angesehen wird. Natürlich wird verstanden, dass junge Leute ein Feld der Selbstdefinition und Identitätsfindung brauchen, aber man um welchen Preis? Ein renommierter Professor sage neulich gar, er bedauere den “sprachlichen und kulturellen Verfall“, der durch diese Online-Kommunikation verursacht würde. Nun gut, das ist vielleicht ein Nebenthema.

Bei crealiity ist das anders: der Anstoß eines neuen “Threads” bzw. einer neuen Nachricht ist immer ein Potenzial – etwa ein Wunsch, oder eine ungenutzte Fähigkeit – und somit automatisch mit einem Ziel verbunden – man könnte somit von “absichtsorientierter Kommunikation” sprechen.

Probiere es mal aus!

Schluss mit vertikal!

Freitag, 26. März 2010

In den meisten sozialen Netzwerken geht es um konkrete sogenannte vertikale Themen: Business, Jobsuche, Liebe, Pferde, e-Commerce, Autos, Bücher, Restaurants, Reise, Parties, Lifestyle, Partnersuche, Handwerker, Musik, Immobilien, Hunde, Geschäftskontakte, Kochen, Investitionen, etc., etc.

Bei crealiity ist das alles in 7 Kategorien vollständig abgebildet – weil diese nämlich keine vertikalen Themen sind, sondern einfach das gesamte Potenzial einer Person erfassen:

  • Ressourcen (was habe ich?)
  • Fähigkeiten (was kann ich?)
  • Erfahrungen (was habe ich erlebt?)
  • Kontakte (wen kenne ich?)
  • Ziele (was will ich erreichen?)
  • Wünsche (was wünsche ich mir?)
  • und die Lebensvision (was ist für mich der Idealzustand?)
Ressourcen, Talente, Erfahrungen, Kontakte, Ziele, Wünsche und Vision

Mit sieben Modulen kann jedes Potenzial erfasst werden.

Der Mensch ist einfach mehr als die Summe seiner Interessen (frei nach Aristoteles).

Was ist mit meiner Potenzial-Anfrage passiert?

Dienstag, 23. März 2010
Typische crealiity-Anfrage

Ein Nutzer reagiert auf ein Potenzial

Vielleicht ist Dir schon einmal passiert, dass Du ein wirklich passendes Potenzial gefunden und den (anonymen) Potenzial-Inhaber kontaktiert hast… und dann ist erst einmal gar nichts passiert!

Das kann natürlich ein bisschen enttäuschend sein, aber es steht dem Kontaktierten natürlich frei darauf zu antworten oder nicht. Eines der wichtigsten Features des crealiity-Systems ist natürlich die Anonymität und Freiwilligkeit.  (Wir glauben, dass das die nächste Generation der sozialen Netzwerke einläuten wird, da man nicht mehr gezwungen ist entweder außerhalb zu stehen, oder sich zwischen Exhibitionismus und Voyeurismus einen akzeptablen Platz zu suchen.)

Schon in der nächsten Version der Webseite, die für April 2010 vorgesehen ist, wird dieses Problem weitgehend gelöst sein. Der Nutzer wird vollständiges und zeitgerechtes Feedback erhalten, um immer zu wissen, was der Status seiner Anfragen ist.

Was wünscht Ihr Euch dazu? Wie wäre Eurer Meinung nach die beste Lösung, um die Nachverfolgung von Anfragen möglichst interessant und einfach zu machen?