Archiv für die Kategorie ‘Betrachtungen’

Liisa oder Watson?

Sonntag, 20. Juni 2010

Der neue technologische Entwicklungssprung, der uns bevorsteht, ist die Erkennung menschlicher Sprache, auch genannt NLP (Natural Language Processing – hat nichts mit Neurolinguistischer Programmierung zu tun).  L.ii.s.a.®, die bald schon das virtuelle Licht der Welt erblicken wird, soll hier kräftig mitmischen.

Wie die New York Times in einem kürzlich erschienenen Artikel schreibt, ist der neue “Fragebeantwortecomputer” von IBM – er hört auf den Namen “Watson” – in der Lage, Trivia-Quizzes mit Bravour zu bestehen. Neben der offensichtlichen Notwendigkeit, massenhaft Fakten zu speichern und abrufbar zu machen, kommt auch noch eine wichtige semantische Komponente hinzu: nämlich die Fähigkeit, die Frage richtig zu interpretieren (NLP eben).

Genau das wird L.ii.s.a.® auch können, wenngleich die Antworten nicht wie in einem Wettkampf immer notwendigerweise richtig oder falsch sein müssen, sondern eben einfach relevant für den Fragesteller. Das ist auch die neue Bedeutung von “Social Semantic Web” – nicht in Kollaboration erstellte semantische Wörterbücher, sondern errechnete Antworten auch Fragen im sozialen Kontext.

Freuen wir uns auf Liisa!

Potenzial im Empfehlungsmarketing

Mittwoch, 19. Mai 2010

Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut das Idiom des “Potenzials” auf viele für unser Leben relevante Situationen passt, auch im geschäftlichen Umfeld. Zum Beispiel bei der strategischen Mundpropaganda, über die kürzlich bei einer Veranstaltung vom hiesigen Betreiber des Referral Institutes, Herrn Thomas Albrecht, viel zu erfahren war. Vordergründig geht es um Kundengewinnung, deshalb auch der gebräuchliche Ausdruck “Empfehlungsmarketing”. Im Prinzip geht es aber darum mit Hilfe von anderen Ziele zu erreichen. Das gemeinsame Verfolgen von Wünschen, Vorhaben, Projekten und Visionen steht ja auch bei crealiity im Mittelpunkt.

Herr Albrecht erklärte übrigens unter anderem auch, warum es besonders wichtig ist, seine Empfehlungspartner gut zu kennen – damit nämlich ein Vertrauensverhältnis aufgebaut werden kann – das ist logisch, denn nur wem ich vertraue, den empfehle ich auch weiter. Hierzu muss man natürlich einiges von einander wissen: was einer hat oder kann, was für Erfahrungen er gemacht hat, oder wen er kennt, aber auch was ihn eigentlich motiviert. Eigentlich muss man also die Potenziale der anderen Person kennen. Das geht bekannterweise am besten über einen crealiity P-Day.

Bei so gut wie allen Business-Ideen geht es um die Verwirklichung von Potenzial!

Akademiker-Urlaub in Ägypten

Montag, 17. Mai 2010

Helga dachte, sie könnte doch einmal in Ägypten Urlaub machen. Ach nein, dachte sie dann, immer diese langweiligen Strandurblaube, und in den Städten war es ihr schon außerhalb der Ferien stressig genug. Bei ihrer beiläufigen Suche bei crealiity stieß Sie auf etwas, das Sie wirklich nicht erwartet hätte: unter der Kategorie “Ziele” fand sie “Dimenomischer Intromisationsweg der ägyptischen Herrschen“. Wer hat so ein Ziel?

Ägypten / Sphinx

Da das Potenzial ja anonym ist wird nicht verraten, wer es war, aber Helga fand über diesen Kontakt einen außergewöhnlichen Ägyptologen, mit dem sie letztlich eine Reisegruppe organisierte. (Natürlich waren auch andere Potenziale hier mit am Werk…)

Die Reise steht noch bevor, aber es wird wohl eine der interessantesten Ägyptenbesuche, denn der Experte wollte schon immer einmal Interessierten seine Einsichten und Forschungsergebnisse vor Ort zeigen. Er konnte sich die Reise nicht leisten, doch die Gruppe finanziert ihn, damit er die Führungen macht. Typisch crealiity.

Übrigens – die Suche nach Zielen funktioniert nur für registrierte Mitglieder oder P-Day Besucher.

Gibt es negatives Potenzial?

Dienstag, 11. Mai 2010

Viele Leute denken, dass menschliches Potenzial vornehmlich mit positiven Dingen tun hat. Potenzial, also die Möglichkeit, etwas zu tun, ist demnach eine Funktion von Ereignissen, die in der Vergangenheit passiert sind und dem Zufall, der noch passieren muss.  Wenn ich also beispielsweise gewisse positive Erfahrungen gemacht oder mir nützliche Fähigkeiten angeeignet habe, so beeinflusst dies das Potenzial in günstiger Weise.

Wie bekannt ist, definiert crealiity das Potenzial ja ziemlich umfassend, nämlich aus Elementen der Vergangenheit (erlernte Fähigkeiten, Erfahrungen), Gegenwart (Ressourcen, Kontakte) und Zukunft (Wünsche, Ziele und Visionen).

Wie aber steht es mit den negativen Erfahrungen? Wenn die Gesamtheit unserer Erfahrungen die Zukunft beeinflusst, so auch die schlimmen Dinge. Doch wie sollen wir diese interpretieren? Sind schlechte Erfahrungen, bzw. traumatische oder extreme Erlebnisse grundsätzlich schädlich für die weitere Entwicklung, oder kann man sie auch positiv sehen? Für uns liegt auf der Hand, dass die positive Seite immer überwiegt. Das menschliche Gehirn ist von Natur aus darauf ausgerichtet, das Positive zu behalten und das Negative zu verdrängen oder zu sublimieren. Mit dem crealiity Ansatz werden “negative” Erfahrungen zu positivem Potenzial.

Wie das funktioniert? Der Kontext ist entscheidend. Da es bei crealiity prinzipiell um die Erfüllung von Wünschen, Zielen, Träumen und Visionen geht, fällt es leicht jede Erfahrung im Lichte des Möglichen zu sehen. Die semantischen Funktionen des crealiity-Systems (LiiSA®) leistet hier noch einen zusätzlichen entscheidenden Beitrag: sie errechnet wahrscheinliche Realitäten um alles Erlebte, Erworbene, Erhoffte zum Potenzial für die Zukunft zu erheben.

Einfach ausprobieren!

Der Convenience-Privacy-Tradeoff

Donnerstag, 06. Mai 2010

Beim Nutzen von sozialen Netzwerken stellt sich immer die Frage, wie viel Informationen über die eigene Person man preisgeben soll.

Laut einem Artikel in der Zeit soll das vielen Nutzern von Facebook, StudiVZ, Xing und LinkedIn etc. längst bewusst sein, und sie stellen dem entsprechend nur ausgewählte Infos über sich ins Netz. Aber selbst in diesem idealisierten Fall, der meiner Meinung nach auf nicht sehr viele Nutzer von sozialen Netzwerken zutrifft, wird der eigentliche Zweck der Umsichtigkeit mit den eigenen Daten, nämlich der Datenschutz, oft nicht erreicht.

Gleichzeitig sinkt aber die Nützlichkeit des Netzwerk, wenn über den Nutzer nur geschönte, unvollständige, erfundene, triviale oder irrelevante Information vorhanden ist. Der wichtigste Grund ist laut etlicher Studien die Selbstdarstellung – doch für immer mehr Nutzer sind auch andere Vorteile immer wichtiger: Netzwerkpflege, Kontakt-Neuanbahnung, geschäftliche Informationen, Job- und Partnersuche, e-Commerce, etc. Auch die Selbstdarsteller der Generation Y (die mit dem Internet aufgewachsen ist) werden irgendwann mal älter und erwarten von den Netzwerken einen tatsächlichen Mehrwert.

Tradeoff between convenience and privacy

Je mehr persönliche Daten ins Netzwerk fließen, desto nützlicher ist es - aber der Datenschutz leidet.

Bei crealiity ist das kein Problem. Die Daten sind prinzipiell anonym. Wir nehmen es mit dem Datenschutz ganz besonders ernst. Selbst wir können Profildaten, wenn der Nutzer das nicht will, nicht mit den Identitätsdaten verknüpfen. Wenn der Nutzer sein Profil löscht ist es tatsächlich unwiederbringlich weg. (Das kann man ja mal bei Facebook versuchen. Viel Glück dabei!)

Außerdem setzt crealiity natürlich auch hinsichtlich der Datenqualität neue Standards. Doch darüber beizeiten mehr…

Reduktionismus

Montag, 26. April 2010

Ein simples User-Interface für eine komplizierte Aufgabe – wie ist das möglich?

Ein typisches Beispiel ist das überall zu findende Suchfeld. Egal ob auf einem Portal, einer Suchmaschine, e-Commerce-Seite, Auktionsplattform, oder sozialem Netzwerk, die Suche ist etwas, das jeder versteht.

Was könnte komplizierter sein, als in den Tiefen der menschlichen Psyche inmitten von ungenutzen Talenten, kaum bewussten Träumen, vielschichtigen Kontakten, dunkler Erfahrungen und waghalsiger Visionen kontextbezogen zu suchen? crealiity versucht jedenfalls auch diesen Suchvorgang sukzessive zu vereinfachen, und zwar mit folgenden Mitteln:

  1. Die Suchergebnisse sind bereits selber sehr aussagekräftig. Schließlich handelt es sich um menschliche Potenziale. Zu jedem Ergebnis gibt es auch gleich einige Dinge die man direkt im nächsten Schritt tun kann (kommt schon bald in der ersten Public-Beta-Version). Im Gegensatz dazu muss man sich bei Google etwa erst zur (vielversprechensten) Seite weiterklicken und sehen, was dann passiert.
  2. Das Suchfeld spricht zurück. Wenn Liisa, unser K.I.-Motor (künstliche Intelligenz) später in diesem Jahr online geht, dann kann man mit dem Suchfeld sozusagen eine Konversation führen. Das reduziert die Interaktion noch einmal, da es zunächst vielleicht nicht einmal eine Liste mit Suchergebnissen zu durchforsten gilt.
  3. Weitere komplexe Funktionen mit demselben Interface. Diese beiden Elemente (Suchfeld und Dialog) sollten ausreichen, um auch wesentlich komplexere Aufgaben abzudecken: Suchtexte, die zu Annoncen werden; Recherche in den Suchtexten selber; Clustern von Potenzialen; unscharfes Profil-Matching; Ausrechnen von wahrscheinlichen Wirklichkeiten aufgrund der vorhandenen Potenziale; Projektdefinition und Ressourcenaggregation; usw. usw.

Welches Interface wünscht Ihr Euch?

Happy birthday, crealiity!

Mittwoch, 21. April 2010

Es ist nun genau ein Jahr her, dass die Firma crealiity gegründet wurde. Grund zum Feiern, denn es ist in diesem ersten Jahr unglaublich viel passiert und geschaffen worden.

Wir haben seit Juni 2009 unsere “public alpha” Version der Webseite online. Mittlerweile kann man in über 400 Profilen und mehr als 25.000 Potenzialen semantisch suchen – bereits eine gigantische Zahl, die das Potenzial des crealiity-Systems selbst erahnen lässt. (Bei einer Million Nutzer hätten wir weit etwa 80 Millionen Potenziale, und mehrere Milliarden Potenzial-Kombinationen.) Die Seite hat schon ein zweites Remake erlebt, und im nächsten Monat kommt schon die nächste raus – vielleicht schon “public beta” – aber mehr wird nicht verraten. Auf jeden Fall wird das ein weiterer Quantensprung sein!

Ein weiterer Erfolg war die virale Workshop-Initiative vom Sommer 2009. (Damals hieß der P-Day, oder Potenzialtag, noch “Workshop” – so nennen wir ihn jetzt nur für das Business-Segment.) Innerhalb weniger Wochen entstanden regelmäßige P-Days in insgesamt 8 deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten – der Beweis das der P-Day die Menschen fasziniert und motiviert. Außerdem haben wir damit eine echte Community geschaffen.

Ein weiteres Highlight ist der erfolgreiche Launch der crealiity Business-Workshops. Denn es gibt auch ganz spezielle Funktionen und einen ein wenig veränderten Workshop-Ablauf, die dazu dienen das Potenzial der Mitarbeiter eines Unternehmens – oder irgendeiner Organisation, eines Clubs, Vereins, etc. – zu heben. Die ersten Nutzer des Systems geben, nebst einer langen Liste an gewünschten zusätzlichen Features, die alle im Bereich des Möglichen liegen, sehr positives Feedback ab. Wir sind immer sehr dankbar für diese Anregungen, denn am besten ist es, wenn der Kumargin: 10px;nde selbst die Produktentwicklung bestimmt!

Ein anderer großer und wichtiger Erfolg des ersten Unternehmensjahres ist das Zusammenwachsten des Teams. Wir haben jetzt ein schlagkräftiges und kompetentes Management-Team mit dem richtigen Mix aus Marketing-Knowhow, Vision, technischer Genialität und sozialer Sensibilität. Vielleicht ist das überhaupt die wichtigste und erfreulichste Errungenschaft dieses ersten Firmenjahres.

Jetzt wünschen wir uns nur noch ein paar intelligente Investoren – und nichts kann uns aufhalten! Denn auch wir haben noch sehr viel ungenutztes Potenzial ;-) .

Ist der Mensch gut?

Montag, 19. April 2010

Kürzlich hat jemand im Gespräch mit mir die Funktionsweise von crealiity grundlegend in Zweifel gezogen. Er hat einfach bestritten, dass irgendwelche Menschen dazu bereit sind, irgendwelchen anderen einfach so zu helfen.

Wir von crealiity sind aber davon überzeugt, dass die Menschen einander gerne helfen. Es gibt in unserer Geistesgeschichte viele Anzeichen und Argumente dafür!

Schon die alten Chinesen glaubten an das Gute im Menschen. Der konfuzianische Kinder-Klassiker 三字经 (“Sanzi Jing”, oder Drei-Zeichen-Klassiker) aus dem 13. Jahrhundert (er heißt so, weil jede Zeile genau drei Zeichen hat) beginnt mit den denkwürdigen Versen:  人之出/性本善/性相近/习相远 (“Bei der Geburt sind die Menschen von Natur aus gut. Ihre Natur ist ähnlich, aber die Gewohnheit macht sie unterschiedlich.”) Auch der chinesische Kommunismus fußt trotz aller Pragmatik auf der Überzeugung über das Gute im Menschen.

Es ist unsere von Hobbes und Locke dominierte pessimistische Einschätzung des menschlichen Charakters, die die auf die Vertragstheorie begründete westliche Gesellschaft geprägt hat. Aber auch im Okzident gibt es zahlreiche Denker, die für die positive Grundausrichtung des Menschen argumentieren.  Als Beispiel sei hier einfach I. Kant angeführt, der den Menschen als vernünftiges und moralisches Wesen betrachtete.

Kant glaubte an den vernünftigen und moralischen Menschen.

Jüngst hörte ich einen Vortrag von Jeremy Rifkin, in dem er die These vertrat, der Mensch sei von Natur aus “empathisch”, also sensibilisiert für die Kondition anderer. Übrigens bemerkte Rifkin auch, dass mit dem Internet ein weltweites “neuronales Netz” entstanden ist, das zum Träger eines globalen Bewusstseins wird — so ähnlich wie das von Liisa!

Für alle, die es noch nicht wissen: Liisa ist die zukünftige Gesprächspartnerin für die künstliche Intelligenz von des neuronalen Netzes von crealiity, und wird bald auf crealiity.com verfügbar sein. Sie wird die Menschen dabei unterstützen sich gegenseitig mittels Aktivierung ihrer Potenziale noch besser zu helfen.

Absichtslose Kommunikation

Mittwoch, 14. April 2010

Man hört oft die Meinung, dass die Tweets von Twitter und die Status-Meldungen von Facebook zu trivial sind, eigentlich eine Zeitverschwendung für die Schreiber wie auch für die Leser. Natürlich gibt es zahlreiche Gegenbeispiele, wo die Kommunikation, die über Facebook stattfindet, auch einen Nutzen oder zumindest einen Unterhaltungswert hat.

Bei näherem Hinsehen wird jedoch klar: der Großteil der öffentlichen Nachrichten auf Facebook und den meisten anderen Online-Netzwerken ist “absichtslose Kommunikation“, also streng genommen eine Art impulsiver Kommunikationswolke, die weder zielgerichtet ist, noch einen ultimativen Zweck verfolgt. Das ist wohl auch der Grund für die häufig anzutreffende Meinung, dass der Medienkonsum von Halbwüchsigen von den Älteren als Problem angesehen wird. Natürlich wird verstanden, dass junge Leute ein Feld der Selbstdefinition und Identitätsfindung brauchen, aber man um welchen Preis? Ein renommierter Professor sage neulich gar, er bedauere den “sprachlichen und kulturellen Verfall“, der durch diese Online-Kommunikation verursacht würde. Nun gut, das ist vielleicht ein Nebenthema.

Bei crealiity ist das anders: der Anstoß eines neuen “Threads” bzw. einer neuen Nachricht ist immer ein Potenzial – etwa ein Wunsch, oder eine ungenutzte Fähigkeit – und somit automatisch mit einem Ziel verbunden – man könnte somit von “absichtsorientierter Kommunikation” sprechen.

Probiere es mal aus!